Wenn einem das Wasser bis zum Halse steht!

Der SV Gambit Leideneck I unterliegt unglücklich gegen den VfR-SC Koblenz VIII mit 2:3!

Nach 1:5 Punkten aus den vergangenen 3 Spielen und dem bis dato mit Sicherheit unglücklichsten Saisonverlauf, den wir je erlebt haben, wollten wir uns gegen den Tabellenletzten VfR-SC Koblenz VIII unbedingt zwei ganz wichtige Punkte für den Klassenerhalt sichern. Da wir uns denken konnten, dass unser Gegner gegen den angeschlagenen SV Gambit Leideneck ebenfalls den letzten Strohhalm zum Klassenerhalt sah, hatten wir uns auch etwas vorbereitet. Die Brettaufstellung wurde im Gegensatz zur bisher abgelaufenen Saison ein wenig abgeändert, so dass eine evtl. Vorbereitung auf bestimmte Spieler unseres Vereins nicht möglich war.

Und es begann auch ganz gut! Waldemar Reich konnte an Brett 1 gegen Florian Lauer sehr schnell einen Bauern gewinnen. Mein Gegner Bernhard Höll an Brett 2 brachte mich mit seiner etwas seltsamen Eröffnung am Anfang etwas durcheinander. Bis auf den Abtausch einiger Figuren war bis zum Mittelspiel aber nichts Weltbewegendes geschehen, so dass es hier durch meine etwas defensive Spielweise nach einem Remis aussah. Valerij Makarevic spielte an Brett 3 zum ersten Mal für diese Saison Schwarz und machte seine Sache von Anfang an gegen Günter Moors sehr gut. Bereits im Eröffnungsstadium konnte er Figuren- und Stellungsvorteile verzeichnen.

Nach gut zwei Stunden hatte sich auch an den letzten beiden Brettern etwas getan. Alexander Frühauf konnte an Brett 4 gegen Holger Pauli einen Offizier für einen Bauern abtauschen und stand somit auf Siegeskurs. Maxim Rudolf hatte an Brett 5 Klaus Waclawski, nach einer etwas schwierigen Eröffnungsphase, mittlerweile auch im Griff. Zu diesem Zeitpunkt waren wir also auf fast allen Brettern voll im Haben!

Die erste Entscheidung des Abends fiel an meinem Brett. In einer absolut ausgeglichenen Stellung ließ mein Gegner Bernhard Höll plötzlich einen Bauern stehen. Da ich zu diesem Zeitpunkt gerade in einem ersten leichten Gespräch mit meinem Nachbarn vertieft war, nahm ich ohne lange darüber nachzuschauen den Bauern und sah erst beim Ausführen des Zuges, dass dieser Bauer vergiftet war, der mich dann auch das Spiel kostete – und Koblenz ging mit 1:0 in Führung. Diese Führung hielt aber nicht sehr lange stand. Fast im Doppelschlag konnte Maxim Rudolf an Brett 5 Klaus Waclawski Matt setzen und Valerij Makarevic an Brett 3 gegen Günter Moors seine Partie ebenfalls gewinnen und wir konnten den  Spielstand zur 2:1-Führung für uns drehen.

An Brett 1 konnte Waldemar Reich gegen Florian Lauer mittlerweile zwar noch einen zweiten und dritten Bauern dazu gewinnen, vernachlässigte damit aber Zug um Zug seine Königsstellung, weil er mit seiner Dame von der rechten Seite einfach nicht mehr fort kam und geriet plötzlich mehr und mehr unter Druck. Sein Gegner Florian Lauer nutzte diese Schwäche am Königsflügel von Waldemar sehr geschickt und konnte die Partie am Ende sogar noch gewinnen, was den 2:2 Ausgleich bedeutete.

Nun hing  alles am letzten noch offenen Brett 4, wo Alexander Frühauf neben dem Abtausch des Läufers für einen Bauern mittlerweile sogar einen Bauern dazu gewinnen konnte, so dass er einen ganzen Läufer im Vorteil war. Ein Sieg und der Klassenerhalt wäre für uns zu 95 % gesichert. Eine Niederlage würde aber bedeuten, dass uns das Wasser im Abstiegskampf damit bis zum Halse steht.

Ich muss zugeben, dass ich froh war, zu diesem Zeitpunkt nicht an Alexander Frühaufs Stelle gewesen zu sein. Denn fast alle Spieler saßen mittlerweile ums Brett herum und sahen zu, wie sich Alexander Frühauf immer schwerer tat. Obwohl er zu seinem Läufervorteil sogar noch einen Freibauern dazu gewinnen konnte, schaffte er es durch die dauernden Schachgebote seines Gegners  einfach nicht, sein Spiel so weiter fortzusetzen, wie er es gerne getan hätte. Und es kam, wie es kommen musste. Nach knapp 5 ½ Stunden Spielzeit ließ Alexander Frühauf, in einer einzigen Sekunde Unachtsamkeit, seine Dame einfach so stehen und ein Raunen ging durch den Raum. Alexander blieb vor Enttäuschung fast regungslos auf seinem Stuhl sitzen, denn die Partie war, obwohl er anschließend noch ein paar Züge weiterspielte, damit natürlich für uns verloren.

Für den VfR-SC Koblenz VIII bedeutete der 3:2-Erfolg den ersten Saisonsieg und für uns, dass wir mit dieser sehr unglücklichen Niederlage mitten im Abstiegskampf angekommen sind. Das nächste Match in der 8ten Runde, beim VfR-SC Koblenz VI, wird für den SV Gambit Leideneck I zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte zum richten Endspiel um den Klassenerhalt in der A-Klasse. Wer hätte das zu Saisonbeginn gedacht? Als wir sogar als Mitfavoriten für den Aufstieg in die Bezirksliga galten!  Sicher niemand! Trotz allem, noch haben wir den Klassenerhalt selbst in der Hand!

A-KLasse (2011/2012)
SV Gambit Leideneck I

Na also, es geht doch!

Der SV Gambit Leideneck II schlägt die DJK Oberwesel klar mit 3:1!

Nach einer kleinen Durststrecke war die zweite Mannschaft des SV Gambit Leideneck Tabellenletzter der B-Klasse/Süd und wollte in der 8ten Runde unbedingt die „rote Laterne“ abgeben!

Wenn auch die DJK Oberwesel in der 8ten Runde Ersatzgeschwächt an den Start ging, so zeigte der SV Gambit Leideneck II von Anfang an den Willen, dass Match unbedingt gewinnen zu wollen. Mit Dr. Gerd Müller, Michael Künstler und Mario Bender folgte ein Sieg nach dem anderen, so dass die zweite Mannschaft aus Leideneck schnell uneinholbar mit 3:0 in Führung ging.

Beim einzigen Punkt für die DJK Oberwesel, war der Leidenecker Spieler „Alexander Mazko“ gegen „Udo Dittmayer“ jedoch von Anfang an chancenlos! Mit einem Endstand von 3:1 fährt der SV Gambit Leideneck II den zweiten Saisonsieg ein und kämpft sich wieder bis auf Rang 4 vor!

B-Klasse/Süd (2011/2012)
SV Gambit Leideneck II

Das Abstiegsgespenst holt den SV Gambit Leideneck I ein!

SV Gambit Leideneck I unterliegt bei der SG Boppard/Bad Salzig/Werlau II mit 2:3!

In der 6ten Runde der A-Klasse des Schachbezirks Rhein-Nahe musste der SV Gambit Leideneck I zur SG Boppard/Bad Salzig/Werlau II reisen. Mit nur 4 Mannschaftspunkten lagen wir vor dem Match nur zwei Punkte von einem direkten Abstiegsplatz entfernt. Und genau deshalb gab es für uns nur ein Ziel. Es musste unbedingt ein Sieg eingefahren werden. Und obwohl wir von Anfang an wussten, dass wir auf jedem einzelnen Brett stärker besetzt waren, war Vorsicht geboten.  Denn die SG Boppard/Bad Salzig/Werlau II stand mit einem Punkt weniger bereits mitten im Abstiegskampf und musste ebenfalls punkten, um sich etwas Luft zu verschaffen.

Der Beginn des Spieles sah eigentlich sehr vielversprechend für uns aus. Das Glück schien nach langer Zeit endlich wieder auf unserer Seite zu sein.  Nachdem sich Maxim Rudolf gegen Dimitar Gjorgjiovski in einer sehr schnell geführten Partie trotz Bauernrückstands noch ein Remis erspielen konnte, war ich, Ralf Bender im Mittelspiel gegen Juliane Schladt (siehe Match des Tages) bereits besser ins Spiel gekommen und konnte einen Springer für zwei Bauern tauschen. Es war zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann und wie ich die Partie gewinnen würde, als ich ohne richtig in Bedrängnis geraten zu sein, einen spielentscheidenden Fehler machte. Anstatt meine Königsstellung etwas besser abzudecken, nahm ich einen vergifteten Bauern, den ich mir auch später hätte nehmen können. Da das Spiel bereits im Übergang zum Endspiel war, kam Juliane Schladt durch meinen Patzer innerhalb von nur zwei Zügen voll ins Spiel und hätte die Partie eigentlich sogar gewinnen können – ja, sogar müssen! Zu meinem Glück konnte sie den Vorteil jedoch nicht abschätzen und nahm mein Remisangebot an.

Kurz darauf konnte Waldemar Reich an Brett 2 gegen Günter Börsch im Mittelspiel einen Offizier gewinnen. Da er zusätzlich viel besser im Spiel war, gab sein Gegner unerwartet schnell auf. Womit wir mit 2:1 in Führung gingen! Alles sah mittlerweile nach einem Sieg für uns aus. Und genau an diesem Punkt verließ uns das Glück auch schon wieder. Nachdem Alexander Frühauf an Brett 5 gegen Adolf Gräff im Mittelspiel ein Remisangebot seines Gegners ablehnte, weil er für den Verein unbedingt gewinnen wollte, kam er von da an Zug um Zug immer schlechter ins Spiel und verlor am Ende sogar die Partie zum Zwischenstand von 2:2.

Die letzte noch offene Partie an Brett 1 zwischen Valerij Makarevic und Armin Stecher hatte sich mittlerweile zu einer sehr umkämpften Spiel entwickelt. Valerijs Gegner opferte im Mittelspiel einen Offizier für zwei Bauern, um etwas besser ins Spiel zu kommen, was ihm von da an auch gelang. Valerij schaffte es einfach nicht, sein Spiel so aufzuziehen, wie er es gerne getan hätte. Als er dann noch durch einen Abzug seine Dame für einen Turm tauschen musste, nahm alles schnell seinen Lauf. Der Bopparder Spieler Armin Stecher ließ sich von da an den Sieg nicht mehr nehmen und gewann die Partie zum Gesamtendstand von 3:2 für die SG Boppard/Bad Salzig/Werlau II.

Und schon wieder standen wir mit leeren Händen da und sahen uns fast fassungslos an. Mit einer Art Galgenhumor malten wir uns auf der Heimfahrt aus, wie wir in der nächsten Spielzeit, die dazu noch unser 20-jähriges Jubiläumsjahr wird, mit drei Mannschaften in der B-Klasse spielen werden. Aber noch ist nichts verloren. Im Gegenteil! In den kommenden beiden Spielen müssen wir gegen die beiden schlechter platzierten Koblenzer Mannschaften antreten und können noch aus eigener Kraft die fehlenden Punkte für den Klassenerhalt einfahren. Dabei sollten wir jedoch unbedingt mal die DWZ vergessen und unserer eigenen Stärke vertrauen. Denn mittlerweile müssten wir doch mitbekommen haben, dass in dieser Spielklasse an einem guten Tag jeder jeden schlagen kann!

A-KLasse (2011/2012)
SV Gambit Leideneck I

SV Gambit Leideneck unter Zugzwang!

Irgendwie ist für die erste Mannschaft des SV Gambit Leideneck die aktuelle Spielzeit in der A-Klasse einfach so dahin geplätschert. Hier mal ein Punkt - da mal ein Punkt. Dazu kommen nach fünf Spieltagen neben nur einem Saisonsieg bereits zwei Niederlagen, so dass sich der SV Gambit Leideneck I, der eigentlich auch stark genug besetzt sein müsste in der A-Klasse ganz oben mitzuspielen, vier Spieltage vor Saisonende nur noch 2 Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt ist.

Wenn in Leideneck auch bei weitem noch keine Alarmglocken angehen und keiner an einen Klassenerhalt in der A-Klasse zweifelt, steht man bei dem bevorstehenden Hunsrückderby bei der SG Boppard/Bad Salzig/Werlau II doch bereits unter Zugzwang. Da die SG Boppard/Bad Salzig/Werlau II sogar noch einen Punkt schlechter da steht, kann man sich am kommenden Wochenende auf ein interessantes Match gefasst machen. Eine erneute Niederlage würde für den SV Gambit Leideneck I die Alarmglocken so leise sicher doch zum läuten bringen.

Auch die zweite Mannschaft ist, trotz gleicher Besetzung wie im vergangenen Jahr, wo der SV Gambit Leideneck II immerhin zum ersten Mal Vizemeister wurde, weit entfernt von dem, was sie letzte Saison in der B-Klasse/Süd so stark gemacht hatte. Am vergangenen Samstag unterlag man bei dem bis dato punktgleichen SC Hennweiler II mit 1,5:2,5, obwohl man an allen Brettern stärker besetzt war, so dass man sich jetzt einsam und alleine mit der roten Laterne am Tabellenende befindet.